2. Teil der Radtour zum Römerkanal und zu Wasserschlössern

am 24.10.2012

Leiter: Dr. Gottfried Dietzel

Teilnehmer: Carla und Hans-Jürgen Sperl, Brigitte Lehmann, Edeltraud Rädle, Gerd Weghorn, Irmgard Klingenburgund Roderich Kammerer als Berichterstatter

Start am Bahnhof Meckenheim mit einem Extra: Das Arboretum, ein Geheimtipp von Gottfried. Ein idyllischerTeich, umgeben von einer gewaltigen, ohne Schattendruck eines Nachbarn gewachsenen Sequoia (Mammutbaum) und einer Trauerrobinie. Gottfried erläuterte uns kurz darauf, dass der unscheinbare Feldweg, auf dem wir gerade fuhren, vor knapp 2 Jahrtausenden von einem gewaltigen Aquädukt überspannt wurde. Hier musste das flache Tal der Swist überbrückt werden, damit Köln bestes Eifelwasser aus der Sötenicher Kalkmulde bekommen konnte. Kurz darauf sahen wir den nachgebauten Fuß eines Brückenpfeilers. Weiter zur romanischen Pfarrkirche von Lüftelberg aus dem 11./12. Jahrhundert. Die Kirche wurde zunächst St. Petrus geweiht, danach der Hl.Lüfthildis, einer lokalen Volksheiligen. Die Kirche und das Wirken der Hl. Lüfthildis wurden uns atmosphärisch dicht von Herrn Limbach nahegebracht (Details www.lueftelberg.de/luefthildis.html).

Im Kircheninnenraum beeindruckte uns u. a. die Orgel mit einem barocken Prospekt. Die erste Modernisierung war das Meisterstück des Sohnes von Lüftelberg Klais, dem Gründer der Orgelbaufirma Klais in Bonn, die auch die zweite Modernisierung durchführte.

An einem wieder hergestellten Wassermühlrad vorbeiging es zur Burg Lüftelberg (13. Jhrhdt, barocke Umgestaltung 18. Jhrhdt). Da das Tor offen stand, konnten wir zumindest den äußeren Burghof betreten, um einen Blickauf das Herrenhaus zu erhaschen.

Ein nächstes Stück des Römerkanals sahen wir in Buschhoven unweit des Dorfweihers, einem Teil des ehemaligen Burggrabens und unweit der Wallfahrtskirche mit ihrem Marienheiligtum. Der Wunsch nach einer Picknick-Pause wurde am einem wunderbaren Aussichtspunkt mit Blick in das weite, flache Swisttal erfüllt.

 

 

 

 

 

 

Hinter uns lag ein weiterer Aufschluss des Römerkanals, der an dieser Stelle einen Hügel durchschneiden musste. Weiter ging es entlang dieses Kanals, dessen Verlauf an vielen Stellen nur noch als Graben zu erkennen war, durch den Kottenforst zum Eisernen Mann, einer mittelalterlichen,legendenumrankten Eisenbramme mitten im Kottenforst. Danach Kaffeepause im Römerhof.

Die letzte Spur des Römerkanals sahen wir als Bruchstück eingemauert in die ehemalige Friedhofsmauer von Bornheim-Hemmerich. Danach sausten wir auf unseren Fahrrädern den Berg hinunter zur Haltestelle der Vorgebirgsbahn, die uns zurück zum Hauptbahnhof Bonn brachte. Ein wunderbarer, sonniger Tag, der uns durch herbstbunte Natur und durch eine reiche Kulturlandschaft geführt hatte, lag hinter uns.

 

Roderich Kammerer (Fotos: teilweise Gottfried Dietzel)